„Der Computerprozessor ist ein Ausdruck des menschlichen Potenzials“

by Hugh MacLeod

Hugh MacLeod ist Grafiker, Werbetexter, Buchautor, letztendlich trifft Künstler am ehesten zu. Vor ungefähr fünf Jahren fiel er mir im Internet mit seinen witzigen, teilweise abstrakten Cartoons auf. Er zeichnet sie auf die Rückseite von Visitenkarten. Auf seinem Blog Gapingvoid.com berichtet er darüber, wie er damit versucht Geld zu verdienen und sein Geschäft aufzubauen. Seit damals „verfolge“ ich ihn.

Seit einigen Jahren macht er Auftragsarbeiten, wie oben für Firmen, Konferenzen und Privatpersonen. Egal was er macht, seine Handschrift ist immer unverkennbar, er bleibt sich immer treu. Inzwischen hat er eine eigene Kategorie an Produkten entwickelt: „social objects“. Das sind Kunstwerke, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Ihm geht es darum wertvolle Gespräche anzuregen. Auftraggeber sind Microsoft, Intel oder in Deutschland SAP.

Für mich ist er ein Vorbild, wie man mit seiner ureigenen Kunst, Talent und erworbenen Fähigkeiten Karriere machen kann. Anfang 2010 hat er sein erstes Buch veröffentlicht: „Ignore Everybody – And 39 Other Keys to Creativity“, Ignoriere Jedermann – und 39 andere Schlüssel zu Kreativität, ist leider bisher nicht auf Deutsch erschienen.  Er erzählt aus seinem Leben offen und teilweise provokativ wie man heutzutage ein Unternehmen aufbauen kann. Dabei wird klar, in jedem von uns steckt ein „Künstler“. Hugh zeigt wie man diese Fähigkeiten entwickelt und sich in der beruflichen Selbständigkeit verwirklichen kann.

Der Anfang des Buches:

„1. Ignore Everybody

The more original your idea is, the less good advice other people will be able to give you. When I first started with the cartoon-on-back-of-bizcard format, people thought I was nuts. Why wasn’t I trying to do something what was easier for markets to digest, like cutie-pie greeting cards or whatever?

You don’t know if your idea is any good the moment it’s created. Neither does anyone else. The most you can hope for is a strong gut feeling that it is. And trusting your feelings is not as easy as the optimists say it is. There’s a reason why feelings scare us – because what they tell us and what the rest of the world tells us are often two different things.“

Deutsche Übersetzung von mir 😉

„1. Ignoriere Jedermann

Je origineller Ihre Idee ist, um so weniger sind andere Menschen in der Lage, Ihnen wertvolle Ratschläge zu erteilen. Als ich mit dem Cartoon-auf-der-Visitenkartenrückseiten-Format anfing dachten die Leute ich wäre verrückt. Warum versuchte ich nicht etwas, was für den Markt leichter zu verdauen war, wie zum Beispiel nette Grusskarten oder so was?

Im Moment, in dem Sie Ihre Idee erfinden, wissen Sie nicht, ob sie überhaupt gut ist. Genauso wenig weiss das jemand anderes. Ein gutes Bauchgefühl ist das Beste worauf Sie hoffen können. Und seinen Gefühlen zu vertrauen ist nicht so einfach, wie es die Optimisten behaupten. Es gibt einen Grund warum uns unsere Gefühle erschrecken – weil das, was sie uns erzählen und das, was der Rest der Welt uns erzählt oft zwei Paar Stiefel sind.“

Im ersten Kapitel führ er das weiter aus, um mit Folgendem zu schliessen:

„GOOD IDEAS ALTER THE POWER BALANCE IN RELATIONSHIPS. THAT IS WHY GOOD IDEAS ARE ALWAYS INITIALLY RESISTED. Good ideas come with a heavy burden, which is why so few people execute them. So few people can handle it.“

„GUTE IDEEN VERÄNDERN DAS KRÄFTEGLEICHGEWICHT IN BEZIEHUNGEN. DESHALB WIRD GUTEN IDEEN AM ANFANG IMMER WIDERSTAND ENTGEGENGESETZT. Gute Ideen sind eine schwere Last, deshalb werden sie nur von wenig Menschen ausgeführt. Nur wenige können damit umgehen.“