Während meines Studiums, Ende der achtziger Jahre, habe ich meinen ersten Computer gekauft. Es war ein Apple Macintosh Classic. Die Grafikdesigner an unserer Hochschule waren von diesem Computer begeistert. Nicht nur Programmierer, sondern auch Designer konnten damit umgehen.

Kurz darauf fiel mir das Buch „Hartmut Esslinger und Frogdesign“ in die Hände. Er war der Produktdesigner meines Computers. In diesem Buch stellt er der Lehre „Form follows Function“ sein „Form follows Emotion“ entgegen. Als Designstudenten lernten wir Gestaltungsregeln nach Bauhaus, die als Grundlage perfekt waren. Darauf aufbauend hat mich Esslinger mit seinen Ideen und Konzepten begeistert und überzeugt. Er hat damals Steve Jobs bestärkt konsequent die intuitive Benutzerführung und die Reduktion auf das Wesentliche umzusetzen.

Seine Theorie rückt den Kundennutzen in den Mittelpunkt. Kunden müssen nicht lernen und verstehen, die Form des Produktes leitet sie intuitiv an. Selbst die innovativsten Produkte müssen einfach bedienbar sein.

Für mich heißt das seit damals, ich mache es dem Zuschauer meiner Filme so einfach wie möglich die Botschaft zu verstehen und die Aussage nachzuvollziehen. „Form follows Emotion“ heisst für mich der Verzicht auf Firlefanz und Effekthascherei. Die authentisch erzählte Geschichte meiner Protagonisten macht es möglich eine echte Verbindung herzustellen und den Menschen ein Stück weit kennenzulernen.

Bildnachweis: Screenshot aus dem Video  Hartmut Esslinger – Advice For Designers on Vimeo

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