Man richtet sich persönliche Social-Media-Konten ein, folgt wem man möchte und lehnt sich zurück während einem die maßgeschneiderten Medienkanäle zuströmen. Man dreht an der Feinabstimmung, bis sie einem Vergnügen bereiten.

 – Warren Ellis, graphic novelist, via Austin Kleon

Leichter gesagt als getan. Trotzdem, dieses Zitat trifft den Nagel auf den Kopf. Man muss lernen mit Social-Media richtig umzugehen. Schnell wird Facebook zum Zeitfresser und verdirbt einem die gute Laune.

Mir wurde das deutlich, als ich viel auf Facebook unterwegs war, um zu sehen wie die Posts meiner Kunden ankommen. Oft wurde ich so sehr abgelenkt, dass was ich in fünf Minuten erreichen wollte nach einer Stunde immer noch nicht erledigt war. Und ich fühlte mich irgendwie unbefriedigt und leer.

Inzwischen gibt es genügend psychologische Untersuchungen und entsprechende Veröffentlichungen, die erklären woran das liegt:

Mir war klar, hier muss ich was ändern. Wofür nutze ich Facebook? Und zwar persönlich und auch in meiner Eigenschaft als Social-Media-Publisher meiner KundInnen. Was für Aktionen leite ich daraus ab?

Für mich ist Facebook ein Kommunikationskanal, um Beiträge zu veröffentlichen und Mitteilungen anderer zu empfangen. Um das so effektiv wie möglich zu gestalten, geht es zunächst darum den Input zu minimieren. Dann geht das tägliche Durchsehen und visuelle Herausfiltern von Werbung schneller.

Das heißt Abonnements löschen. Ich gehe den Newsfeed durch und entscheide aus dem Bauch heraus, was ich nicht mehr abonniere. Dabei wird mir klarer was mich interessiert: Neue Erkenntnisse oder Blickwinkel, die mein Wissen und meine Erfahrungen vertiefen. Und spannende Veranstaltungen. Nach ein paar Tagen bemerke ich wie schnell ich durch die Neuigkeiten durch bin. Jedesmal sind überraschende Entdeckungen dabei. 

Ich notiere das Gefundene, was für mich wertvoll ist. Bei Veranstaltungen, die mich interessieren, melde ich mich an und trage sie in den Kalender ein.

Liken, Kommentieren und Teilen erfordert von mir zu viel Entscheidungsenergie und ist ein Zeitfresser. Das lasse ich. Also achte ich auch nicht mehr auf Likes und lese keine Kommentare. Auch bei meinen eigenen Posts. Das spart enorm viel Zeit und ist eine gute Übung darin, sich von der Meinung anderer frei zu machen. Lieber schreibe ich einen eigenen Artikel oder setze eine gefundene, inspirierende Idee sofort um. Jetzt macht Social-Media wieder Spaß.

Falls ich ein für mich spannendes Thema entdecke, was mich gerade selber beschäftigt, twittere ich den Link. Twitter ist meine öffentliche Materialsammlung. Darauf kann ich jederzeit zurückgreifen um Inspiration zu bekommen und meine Fans können sehen, was mich so beschäftigt und bewegt.

Seit Anfang Juni befolge ich diese Maßnahmen konsequent, mir fehlt nichts, ich bin kreativer, produktiver und mir geht es hervorragend. Es gibt so viel zu tun.

Übrigens,

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Ohne Dein dazu tun, könnte es in der Flut der Neuigkeiten untergehen.

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