Aufgabe ist es, eine stabile Marke über Social-Media-Kanäle zu etablieren. Sie verbreitet Wissen, lebt Werte vor, vermittelt ihre Botschaften, genießt Wiedererkennungswert und erreicht damit nicht nur für sich eine gewinnbringende Positionierung, sondern stellt durch ihre Qualität und Besonderheit auch für andere eine große Vorbildfunktion und eine wichtige Orientierungshilfe dar.

 – Ibrahim Evsan, Personal Branding *

Wow, was für ein hoher Anspruch. Das zeichnet die sogenannten Leitmedien aus, oder? Ein Stück weit kann ich als Contentproduzent da mitgehen. Warum will ich eigentlich, womit, wen erreichen? Fragen, die ich mir vor jedem Drehtermin stelle. Wissen verbreiten, Werte vorleben, wiedererkennbar sein, Vorbild und Orientierung. Hehre, erstrebenswerte Ziele. Meine Absicht ist es, diese für meine KundInnen zu erreichen.

Was sind Inhalte überhaupt und was zeichnet die besonderen, lesenswerten und teilbaren aus? Immer wenn ich mich ertappe wie ich an einem Artikel hängen bleibe und ihn lese oder ein Video gebannt bis zu Ende schaue, manchmal egal wie lange es ist, dann frage ich mich: Warum tue ich das?

Meistens handelt es sich um eine oder mehrere spannende Geschichten, die mich irgendwie berühren. Entweder lerne ich daraus oder ich werde in einer Erkenntnis, die ich habe, bestätigt. Ich nicke innerlich zustimmend. Das tut gut, motiviert und vermittelt ein gutes Gefühl.

Was macht einen Inhalt spannend und interessant? Nehmen wir uns diese Inhalte doch einmal genauer unter die Lupe. Ein Beispiel was mich schon damals inspiriert und gefesselt hat: Sarah Lacy interviewt Zappos CEO Tony Hsieh. Zappos, 1999 gegründet, ist das amerikanische Vorbild von Zalando. Aufgezeichnet am 16. September 2012, hat das Video eine Laufzeit von fast zwei Stunden:

Übrigens, das erwähnte, von Tony Hsieh geschriebene Buch Delivering Happiness, Wie konsequente Kunden- und Mitarbeiterorientierung einzigartige Unternehmen schaffen kann ich wärmstens empfehlen. Eines der Bücher über Unternehmenskultur und wie man sie erschafft. Zurück zum Thema:

Inzwischen ist das ein neuer Trend: Longform Content, Videos auf YouTube, bis zu zwei Stunden lang. Kreative, die bis vor kurzem nur Podcasts und Blogartikel produziert haben fangen jetzt mit dieser Art Video an. Ein typisches Beispiel ist Tim Ferriss, inzwischen einer der erfolgreichsten Podcaster und mehrfacher Bestsellerautor. Einer meiner Lieblingsfilme von ihm:

Für seine Filme nehme ich mir Zeit, manchmal sofort, wenn es geht. Ich habe noch keinen dieser langen Filme von ihm verpasst und fast jeden habe ich bis zu Ende geschaut. Seit 7. März 2018 veröffentlicht er diese bis zu zweistündigen Filme. Gleich der erste hat mich gepackt.

Warum funktioniert das? Tim hat gute Fragen und ist sehr gut vorbereitet. Seine Gäste sind sorgfältig ausgewählt. Es sind Menschen, an denen er ein persönliches Interesse hat. Er ist engagiert und ihm fällt es damit leicht seinen Gast für ein offenes, fast intimes Gespräch zu gewinnen und zu begeistern. Dasselbe hat Sarah Lacy mit ihren Gästen vor laufender Kamera, auf der Bühne mit Publikum geschafft. Was eine umso größere Leistung ist, da es oft Menschen des öffentlichen Lebens sind, Celebrities, die sich normalerweise sehr zurückhalten, um nicht mit ihrer eigenen PR- und Rechtsabteilung ins Gehege zu kommen. Das macht diese Shows so interessant.

Die Stories werden neu erzählt oder sogar das erste Mal erzählt. Es sind tatsächlich passierte Ereignisse. Sie werden subjektiv und persönlich gefärbt erzählt. Außerdem teilt auch Tim als Gastgeber sein Leben und zeigt seine verletzlichen Seiten.

In der ersten Folge mit Dr. Gabor Maté erzählt er über seine eigene Suizidgefährdung und wie er diese überwunden hat. Wow, das müsste er nicht tun. Das berührt. Er könnte sein makelloses Image pflegen. Er zeigt sich als Webcelebrity menschlich. Auch wir können uns mit ihm identifizieren. Genauso geht es uns mit seinem Gast, den er uns menschlich und nah, auf Augenhöhe vorstellt. Ich lasse mich auf manchmal unglaubliche Erlebnisse ein, bin hautnah dabei. So echt wird erzählt. Am Ende traue ich mir selber ähnliche Erfolge zu und bin für mein eigenes Leben inspiriert.

In jedem stecken Geschichten, gespeist aus Erfahrungen, Erlebnissen, die Andere inspirieren können.

Manche sind geübt darin diese zu erzählen, andere nicht so sehr. Darin sehe ich als einfühlsamer Interviewer und Gesprächspartner meine Hauptaufgabe. Der Filmschnitt ermöglicht mir dann die Dramaturgie, das Timing und den Fluss der Geschichte zu steuern und zu gestalten. Meine Leidenschaft ist es spannende und anregende Stories zu entdecken, bekannt zu machen und zu verbreiten. Wir alle können voneinander lernen.

Wir zusammen sind das Leitmedium.

* bei Amazon, das Ebook ist leider nicht bei Genialokal erhältlich.

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