In einem Artikel von Foerster & Kreuz geht es darum wie Routine sich in unsere Arbeit schleicht und unser Leben langweilig und öde werden lässt. Ihr Gegenmittel: Man stelle sich immer wieder folgende fünf Fragen:

  • Warum habe ich damals diesen Job gewählt?
  • Was sind die Dinge, die für mich wirklich Bedeutung haben?
  • Was ist das, was mich inspiriert, wachsen lässt und herausfordert?
  • Hat das irgendeine Relevanz in meiner täglichen Arbeit?
  • Wenn nein, warum eigentlich nicht?

Diese Fragen helfen einem, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Ich kann die aus Bequemlichkeit einsetzende Routine unterlaufen. Die ersten drei Fragen bringen mir in Erinnerung warum ich das tue, was ich tue. In meinem Fall: Ich möchte frei und unabhängig arbeiten und mir meine Auftraggeber aussuchen. Ich möchte dabei flexibel sein, den technischen Aufwand so niedrig wie möglich halten um mehr künstlerische Freiheit zu haben.

Bei meiner Arbeit geht es so schnell wie möglich um das Wesentliche: Wie agieren meine Protagonisten vor der Kamera, wie kann ich es ihnen so einfach wie möglich machen entspannt und natürlich zu erzählen. Meine Imagefilme sollen Transparenz und Lebendigkeit zu Webseiten hinzufügen.

Was mich inspiriert und herausfordert: Ohne Drehbuch, Schauspieler oder Sprecher ein elegantes und flüssiges Video zu produzieren. Es gibt keinen Nachdreh, alles was beim ersten mal nicht klappt, muss im Schnitt korrigiert werden. Das ist meine Kunst. Beim Drehen hole ich das Beste heraus, beim Schnitt mache ich daraus die Story, das beeindruckende Filmerlebnis.

Nach dem Betrachten der ersten Schnittversion kommen die Wünsche der Auftraggeber und jetzt geht es darum diese um zu setzen und dabei das Resultat weiter zu verbessern. Ich kann nie vorher wissen was alles auf mich zu kommt. Alles Unvorhersehbare fordert von mir neue Erfindungen und Improvisationen. Die unmöglichsten Anforderungen lassen mich zur Hochform auflaufen. Im Moment plane ich mehrere Kurzfilmprojekte für einen meiner Kunden.

Das ist das Abenteuer.

Solange ich das im Blick behalte, kann ich Frage vier mit einem eindeutigen Ja beantworten und Frage fünf erübrigt sich.

Inspiration: FOERSTER & KREUZ: Routine frisst Spirit.